Zukünftige Veranstaltungen

19. Mai 2018

50 Jahre seit der Niederschlagung des "Prager Frühlings"

...Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begannen die Kommunisten, die Sieger der tschechoslowakischen Wahlen von 1946, ein totalitäres politisches System aufzubauen, bei dem alle Macht auf die Spitzenfunktionäre der Kommunistischen Partei konzentriert wurde. Der Rest der Opposition wurde zerstört. Nach sowjetischem Vorbild wurden Industrieunternehmen verstaatlicht und es wurde mit dem Ausbau der Schwerindustrie begonnen. Der private Sektor der Volkswirtschaft, des privaten Handwerks, Einzelhandels und Handels wurde so gewaltsam liquidiert und es wurden Dörferkollektive gebildet.

Nachdem die Zeit der Unterdrückung der 1950er Jahre langsam zu Ende gegangen war, zeichnete sich in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre dank verschiedener internationaler und nationaler Kontexte eine allmähliche Entspannung ab. Die Menschen begannen langsam den Zustand der Gesellschaft, in der sie lebten, zu kommentieren. Und der war definitiv nicht gut. Von den grundlegenden Mängeln bei der Versorgung der Bevölkerung bis zu der beschädigten Beziehung zwischen der tschechischen und der slowakischen Nation.

Die Hauptverantwortung für diese Situation wurde der kommunistischen Partei zugeschrieben.

Mit der im Jänner 1968 stattgefundenen Abberufung des Generalsekretärs der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei, welcher seit 1957 auch als Präsident der Republik im Amt war, begann ein Prozess, der als "Prager Frühling" in die Geschichte einging.

Es wurde durch den allmählichen Austausch von Funktionären auf allen Ebenen und mit der Wiederherstellung der Redefreiheit begonnen. Die neue Partei- und Staatsführung führte Demokratisierungsänderungen in der Gesellschaft durch, die darin bestanden, einen Teil der Entscheidungsbefugnisse demokratisch gewählten sozialen Strukturen zu überlassen. Der Druck aus der Gesellschaft auf weitere Veränderungen ist allmählich gewachsen, und es stellte sich die Frage, was geschehen wird, wenn die Grenzen der Bereitschaft der kommunistischen Partei, diese Veränderungen vorzunehmen, erreicht werden. Dies war jedoch nicht der Fall.

Die sowjetische Führung, die diese Entwicklung unterschätzt hatte, hat dann im August 1968 militärische Gewalt angewandt, um die Fortsetzung des Prager Frühlings und seine spätere Expansion in die umliegenden sozialistischen Staaten zu verhindern. Es begann eine langjährige Besetzung der Republik... (Text auszugsweise zusammengefasst und übersetzt aus Totalita.cz)

Das Außenministerium der Tschechischen Republik sieht das Jahr 1968 als "...eines der positivsten Meilensteine unserer Beziehung im 20. Jahrhundert. Die wirksame Unterstützung, die Österreich, und vor allem die Bevölkerung Wiens unseren Exilanten geleistet haben, sowie die objektive ORF-Berichterstattung über das Geschehen in der Tschechoslowakei sind tolle Beispiele der österreichischen Solidarität und Empathie, die eine öffentliche Würdigung verdienen." Die Botschaft der Tschechischen Republik in Wien wird daher zu diesem Anlass am Samstag, dem 19. Mai 2018 in der Volkshalle des Wiener Rathauses gemeinsam mit der Österreichisch-Tschechischen Gesellschaft zu einer Festveranstaltung laden. Der Zutritt kann nur mit einer Einladung erfolgen.  

23. Mai 2018

Die Trennung, die zum Vorbild wurde

Vor 25 Jahren hat die damalige ČSFR, die Tschechische und Slowakische Föderative Republik der ganzen Welt gezeigt, wie man sich auch auf friedlichem Weg trennen kann. 25 Jahre danach werden auf gemeinsame Einladung mit der Österreichisch-Slowakischen Gesellschaft die damaligen politischen Hauptakteure an einer Podiumsdiskussion in Wien teilnehmen: der bis 1998 amtierende erste Premierminister der neu entstandenen Tschechischen Republik, Herr Prof. Dipl.-Ing. Václav Klaus, von 2003 bis 2013 auch Tschechischer Staatspräsident und der ebenfalls bis 1998 amtierende erste Ministerpräsident der neu entstandenen Slowakischen Republik, Herr Dr. Vladimír Mečiar. Beide werden gemeinsam über die damalige Ausgangssituation und Verhandlungen erzählen und ihr Resultat 25 Jahre danach beurteilen. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, dem 23. Mai 2018 um 11.00 Uhr in der Diplomatischen Akademie in 1040 Wien, Favoritenstraße 15A statt.  

Neue Adresse unserer Gesellschaft

Schützengasse 31
Schützengasse 31

Der Sitz unserer Gesellschaft befindet sich ab sofort im 1. Stock des bilingualen Realgymnasiums des Schulvereins "Komenský" in Wien 3, Schützengasse 31.

Das geschichtsträchtige Gebäude, welches seit über 100 Jahren im Eigentum des Schulvereins steht, wurde in den Jahren 2010 bis 2012 für die Bedürfnisse der Schule generalsaniert und modernisiert. Derzeit wird die vom Schulverein zur Verfügung gestellte Bürofläche für die neuen Anforderungen adaptiert. Vom Obmann des Schulvereins, Herrn Ing. Karl Hanzl, welcher auch unser Vorstandsmitglied ist, wurde eine baldige Eröffnung in Aussicht gestellt.